Infothek

Mittwoch, 04.03.26

Anrechnung der Gewerbesteuer auf die Einkommensteuer eines Gewerbetreibenden

Bei Steuerpflichtigen mit Einkünften aus Gewerbebetrieb ist im Gesetz eine Ermäßigung der Einkommensteuer durch die teilweise Anrechnung der Gewerbesteuer aus den betrieblichen Einkünften vorgesehen. Die Anrechnung erfolgt pauschal mit dem Vierfachen des für den Betrieb festgestellten Gewerbesteuermessbetrags. Damit wird vereinfacht und pauschal ein Gewerbesteuerhebesatz von 422 % auf die gewerblichen

Mittwoch, 04.03.26

Umsatzbesteuerung von Leistungen eines gemeinnützigen Sportvereins – Steuerbefreiung oder Ausschluss des Vorsteuerabzugs?

Der Bundesfinanzhof hatte zu klären, ob die Steuerbefreiung nach § 4 Nr. 22 Buchst. b des Umsatzsteuergesetzes auch Mitgliedsbeiträge zu gemeinnützigen Sportvereinen umfasst, mit der Folge, dass über § 15 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 UStG der begehrte Vorsteuerabzug ausgeschlossen ist (Az. V R 4/23). Der Bundesfinanzhof kam zu

Dienstag, 03.03.26

Ermäßigter Umsatzsteuersatz für Ticketvermittlung? – Revisionsverfahren vor dem Bundesfinanzhof

Das Finanzgericht Köln entschied, dass die Umsätze eines Tickethändlers aus dem Verkauf von Veranstaltungstickets nicht dem ermäßigten Umsatzsteuersatz unterliegen, sondern vollständig mit dem Regelsteuersatz von 19 % zu besteuern sind; eine Abweichung zugunsten des ermäßigten Steuersatzes wurde abgelehnt (Az. 9 K 2082/23). Das Urteil ist jedoch nicht rechtskräftig. Hierzu ist

Dienstag, 03.03.26

Lohnsteuer-Pauschalierung und 20-Arbeitnehmer-Grenze

Das Finanzgericht Münster hat in einem rechtskräftigen Urteil die Grenzen der Lohnsteuer-Pauschalierung nach § 40 Abs. 1 des Einkommensteuergesetzes präzisiert (Az. 6 K 2300/23 L). Im konkreten Fall hatte der Kläger, Inhaber eines Gewerbebetriebs, im Jahr 2022 seinen insgesamt 16 Arbeitnehmern u. a. sog. SteuersparCards und eine „Bank Karte Extrageld“

Montag, 02.03.26

Steuerliche Anerkennung von Pensionszusagen an GmbH-Gesellschafter-Geschäftsführer

Pensionszusagen an einen GmbH-Gesellschafter-Geschäftsführer sind grundsätzlich betriebliche Aufwendungen der GmbH, die, bis sie fällig werden, in eine Rückstellung eingestellt werden können. Eine Pensionszusage, die steuerlich nicht anerkannt wird, ist üblicherweise eine verdeckte Gewinnausschüttung (vGA) an den Gesellschafter-Geschäftsführer. Das Problem für die GmbH: Sie muss eine Pensionszusage auch dann erfüllen, wenn

Montag, 02.03.26

Nießbrauchrecht als grunderwerbsteuerliche Gegenleistung

Der Bundesfinanzhof hat die grunderwerbsteuerrechtliche Behandlung von Verpflichtungen zur Nießbrauchbestellung konkretisiert. Entscheidend ist nach Auffassung der Richter nicht die tatsächliche Nutzung oder alte Vereinbarungen, sondern der rechtliche Stand zum Zeitpunkt des Erwerbs. D. h., ein Nießbrauchrecht, welches beim Erwerb eines Erbbaurechts noch nicht im Grundbuch eingetragen ist, kann teuer werden.

Freitag, 27.02.26

Wohnmobil im Hochpreissegment kann ein Gegenstand des täglichen Gebrauchs sein

Ausgenommen von der Spekulationssteuer nach § 23 des Einkommensteuergesetzes sind Veräußerungen von Gegenständen des täglichen Gebrauchs. Allerdings ist der Begriff „Gegenstände des täglichen Gebrauchs” gesetzlich nicht definiert. Kürzlich hat der Bundesfinanzhof seine Rechtsprechung zu den Anforderungen an einen Gegenstand des täglichen Gebrauchs nach § 23 Abs. 1 Satz 1 Nr.

Freitag, 27.02.26

Steuertermine März 2026

Die Steuertermine des Monats März 2026 auf einen Blick. Fälligkeit Dienstag, 10.03.2026 Ablauf der Schonfrist Freitag, 13.03.2026 Hinweis Die Abgabe-Schonfrist ist abgeschafft. Die 3-Tages-Zahlungs-Schonfrist gilt nur noch bei Überweisungen, nicht bei Barzahlungen und Scheckzahlungen. Der Scheck muss dem Finanzamt spätestens 3 Tage vor dem Fälligkeitstag vorliegen! Bei Detailfragen hilft Ihnen

Donnerstag, 26.02.26

Zeitpunkt der Entstehung der Schenkungsteuer bei Abtretung eines GmbH-Anteils

Der Bundesfinanzhof hatte zu klären, ob § 7 Abs. 8 Satz 1 des Erbschaft- und Schenkungsteuergesetzes, gemäß dem die Werterhöhung von Anteilen an einer Kapitalgesellschaft, die eine an der Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar beteiligte natürliche Person (Bedachte) durch die Leistung einer anderen Person (Zuwendender) an die Gesellschaft erlangt, als Schenkung

Donnerstag, 26.02.26

Vorsicht bei gemischt finanzierten Pensionszusagen an GmbH-Gesellschafter-Geschäftsführer

Steuerliche Arbeitnehmer – und dazu zählen auch GmbH-Gesellschafter-Geschäftsführer – können einen nicht unwesentlichen Teil ihrer Altersvorsorge über die GmbH laufen lassen, etwa in Form einer Pensionszusage. Pensionszusagen sind grundsätzlich betriebliche Aufwendungen, die – bis sie fällig werden – in eine Rückstellung eingestellt werden können. Ergeht die Zusage an einen Gesellschafter-Geschäftsführer,

Die Fachnachrichten in der Infothek werden Ihnen von der Redaktion Steuern & Recht der DATEV eG zur Verfügung gestellt.