Einkommensteuer

Dienstag, 02.12.25

Auslesestreifen von Geldspielgeräten in Langform sind für die Besteuerung bedeutsame Unterlagen und daher aufzubewahren

Die Auslesestreifen von Geldspielgeräten in Langform sind laut Finanzgericht Düsseldorf als für die Besteuerung bedeutsame Unterlagen aufzubewahren. Ihr Fehlen rechtfertigt einen Sicherheitszuschlag, der jedoch regelmäßig lt. Finanzgericht Düsseldorf nur in moderater Höhe zulässig ist und nicht allein durch interne Betriebsvergleiche oder Branchendaten zu erheblichen Zuschätzungen gesteigert werden kann (Az. 14

Montag, 01.12.25

Verlustbescheinigung bei Kapitalanlagen für die Steuererklärung noch bis zum 15. Dezember 2025 beantragen

Verluste aus Kapitalanlagen können mit Gewinnen aus anderen Kapitalanlagen verrechnet werden. Dies gilt nicht bei Verlusten aus Aktien. Verluste aus Aktien dürfen nur mit Aktiengewinnen verrechnet werden. Wie sich die Verluste ausgleichen lassen, hängt davon ab, ob Depots bei einer oder bei mehreren Banken vorhanden sind. Zwischen den Geldinstituten findet

Montag, 01.12.25

Flughafen als erste Tätigkeitsstätte einer angestellten Flugbegleiterin? – Revisionsverfahren vor dem Bundesfinanzhof

Das Finanzgericht Berlin-Brandenburg entschied, dass sich die erste Tätigkeitsstätte einer Flugbegleiterin an dem Flughafen, der ihr als Heimatbasis zugewiesen wurde, befindet. Ein Flughafen sei in seiner Gesamtheit einschließlich der Parkpositionen der Flugzeuge und der geparkten Flugzeuge als ortsfeste betriebliche Einrichtung anzusehen. Dementsprechend werden Tätigkeiten des Flugpersonals in den am Boden

Freitag, 28.11.25

Steuerbegünstigung für haushaltsnahe Dienstleistungen – Endreinigung einer Ferienwohnung fällt nicht darunter

Das Einkommensteuergesetz regelt für eine Reihe von Dienstleistungen eine Ermäßigung dieser Steuer durch Abzug von 20 % von der tariflichen Steuer für die gezahlten Kosten für besondere Dienstleistungen. Dabei handelt es sich zunächst um Kosten für haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse, d. h. um Tätigkeiten, die einen engen Bezug zum Haushalt des Steuerzahlers

Freitag, 28.11.25

Kosten einer Abnehmspritze ohne Vorliegen einer Diabeteserkrankung als außergewöhnliche Belastung? – Revisionsverfahren vor dem Bundesfinanzhof

Das Finanzgericht Sachsen-Anhalt entschied, dass die Aufwendungen für das Medikament Ozempic zur Behandlung von Adipositas als außergewöhnliche Belastungen nach § 33 EStG nicht abzugsfähig sind (Az. 1 K 776/24). Die Revision wurde bereits eingelegt. Diese ist beim Bundesfinanzhof unter dem Aktenzeichen VI R 12/25 anhängig. Im konkreten Fall machte der

Mittwoch, 26.11.25

Neuberechnung des steuerlichen Rentenfreibetrags wegen veränderter Witwenrente? – Revisionsverfahren vor dem Bundesfinanzhof

Bei der Besteuerung gesetzlicher Altersrenten gilt der Grundsatz, dass der einmal festgesetzte Rentenfreibetrag sich bis zum Lebensende eines Rentners nicht mehr ändert. Rentenerhöhungen danach werden zu 100 Prozent steuerpflichtig. Das Finanzgericht Berlin-Brandenburg hatte die Frage zu klären, ob dieser Grundsatz auch für eine Witwenrente gilt, wenn die Rentenversicherung die Witwenrente

Mittwoch, 26.11.25

Doppelte Haushaltsführung und Zweitwohnung im Ausland

Der Bundesfinanzhof hat sich erneut mit der Frage befasst, ob die Kosten für eine Dienstwohnung im Ausland in tatsächlicher Höhe als Unterkunftskosten im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung (§ 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 5 EStG) abzugsfähig sind. Bei einer doppelten Haushaltsführung im Inland gilt, dass die Unterkunftskosten für die

Montag, 24.11.25

Kaufpreisaufteilung bei denkmalgeschützten Immobilien

Der Bundesfinanzhof musste im Urteilsfall klären, wie der Gesamtkaufpreis einer denkmalgeschützten Immobilie für Zwecke der Absetzung für Abnutzung (AfA) aufzuteilen ist. Insbesondere, ob im Rahmen einer Kaufpreisaufteilung eines als Baudenkmal geschützten Gebäudes der betreffende Grund und Boden mit einem Betrag von 0 Euro anzusetzen ist, weil das Denkmal dauerhaft erhalten

Montag, 24.11.25

Keine Aussetzung der Einkommensteuer wegen angeblich zu niedrigem Grundfreibetrag

Die Aussetzung der Vollziehung wegen verfassungsrechtlicher Zweifel an der Höhe des Grundfreibetrags kommt laut Finanzgericht Münster nur in Betracht, wenn der Steuerpflichtige ein besonderes, gegenüber dem öffentlichen Interesse überwiegendes Aussetzungsinteresse darlegt (Az. 1 V 1145/25). Der Antragsteller wehrte sich gegen seinen Einkommensteuerbescheid 2023, weil er den dort angesetzten Grundfreibetrag für

Donnerstag, 20.11.25

Bewertung einer verdeckten Gewinnausschüttung durch die Übertragung eigener Anteile einer GmbH an den (faktischen) Alleingesellschafter

Das Finanzgericht Münster entschied, dass die Übertragung eigener Anteile einer GmbH an den (faktischen) Alleingesellschafter zwar eine verdeckte Gewinnausschüttung darstellt, diese aus Sicht des Alleingesellschafters jedoch mit 0 Euro zu bewerten ist (Az. 9 K 1180/22 Kap). Im Streitfall ist die Klägerin eine GmbH, an der der Gesellschafter-Geschäftsführer C zu