Zivilrecht

Mittwoch, 01.04.26

Beschädigte Hasenfigur im Hof: 20 Euro Schadensersatz im Nachbarschaftsstreit

Das Amtsgericht München verurteilte eine Nachbarin zur Zahlung von 20 Euro Schadensersatz, da sie die Beschädigung eines Deko-Hasen u. a. nicht substanziiert bestritten hatte (Az. 172 C 23447/24). Ein beschädigter Deko-Hase war Gegenstand eines Nachbarschaftsstreits. Die Klägerin stellte in einem Beet im allgemein zugänglichen Hof des von ihr bewohnten Mehrfamilienhauses

Montag, 30.03.26

Barrierefreier Umbau in der WEG – Anspruch auf Zustimmung

Das Landgericht Dortmund entschied im Wohnungseigentumsrecht über den Anspruch eines Eigentümers auf Zustimmung zu barrierereduzierenden Baumaßnahmen in einer Wohnungseigentümergemeinschaft. Im Streitfall wollte der Kläger, ein Wohnungseigentümer, Maßnahmen zur Barrierereduzierung in seinem Sondereigentum realisieren, wozu auch Veränderungen am gemeinschaftlichen Eigentum notwendig wären. Konkret wollte er einen behindertengerechten Fußweg durch den Gemeinschaftsgarten

Montag, 30.03.26

Kein Zahlungsanspruch gegen Haftpflichtversicherung nach eigener Schadensregulierung

Das Amtsgericht München entschied, dass ein Versicherungsnehmer keinen Anspruch auf Erstattung eines von ihm bereits selbst an den Geschädigten gezahlten Schadens gegen seine Haftpflichtversicherung hat (Az. 172 C 8761/25). Der Fall dreht sich um die Frage, ob ein Versicherungsnehmer von seiner Haftpflichtversicherung Geld zurückverlangen kann, wenn er einen Schaden bereits

Freitag, 27.03.26

„Alles unter dem Dach“ ist keine Dachgeschosswohnung

Das Pfälzische Oberlandesgericht Zweibrücken entschied, dass eine Wohnung, die sich tatsächlich auf Erd- und Obergeschoss erstreckt, keine „abgeschlossene Wohnung im Dachgeschoss“ ist. Ein entsprechend eingetragenes Wohnrecht ist daher wegen Unbestimmtheit unwirksam, weil es nicht den tatsächlichen Verhältnissen vor Ort entspricht (Az. 4 U 121/23). Im Streit zwischen Vater und Sohn

Mittwoch, 25.03.26

Auch bei Unternehmen ist Anwaltshonorar-Abrechnung im 15-Minuten-Takt unzulässig

Anwälte dürfen auch im B2B-Bereich ihr Stundenhonorar nur minutengenau und nicht in pauschalen 15-Minuten-Intervallen abrechnen. So entschied das Oberlandesgericht Düsseldorf (Az. 24 U 65/22). Entsprechende AGB-Klauseln seien – genauso wie gegenüber Verbrauchern – unwirksam (s. a. BGH-Az. IX ZR 140/19). Im konkreten Fall musste das Unternehmen die Rechnung von ca.

Mittwoch, 25.03.26

Eigenbedarfskündigung im Untermietverhältnis

Das Amtsgericht Berlin-Mitte entschied, dass eine Kündigung wegen Eigenbedarfs ein besonderes Nutzungsinteresse des Vermieters voraussetzt. Dabei genügt der bloße Wunsch des Kindes des Vermieters, in ein Künstlerviertel zu ziehen, diesen Anforderungen nicht (Az. 122 C 36/25). Im Streitfall bewohnte die Klägerin mit ihrem Ehemann und ihrem 18-jährigen Kind eine 130

Dienstag, 24.03.26

20 Prozent Mithaftung für Halter eines verkehrsbehindernd abgestellten Fahrzeugs bei Unfall

Das Amtsgericht München entschied in einem nicht rechtskräftigen Urteil, dass die Halterin eines auf einem Schwimmbadparkplatz abgestellten Fahrzeugs trotz fehlender Parkplatzmarkierungen eine Mitschuld an einem Rangierunfall trägt. Obwohl ihr Auto von einer anderen Autofahrerin angefahren wurde, muss sie sich ein Mitverschulden von 20 Prozent anrechnen lassen (Az. 344 C 8946/25).

Dienstag, 24.03.26

Auskunftsanspruch einer gegen das Corona-Virus geimpften Person wegen behaupteter Impfschäden

Der Bundesgerichtshof hat im Fall einer Frau, die nach einer Corona-Impfung mit Vaxzevria (AstraZeneca) einen Hörsturz erlitt, das vorherige Urteil aufgehoben. Ihre Klage auf Auskunft und Schadenersatz muss nun neu verhandelt werden (Az. VI ZR 335/24). Wer nach dem Arzneimittelgesetz Auskunft vom Hersteller will, müsse lt. Bundesgerichtshof nur Tatsachen vortragen,

Montag, 23.03.26

Eigentümerin muss gegenüber Tierärztin nicht für Verletzung durch totes Pony haften

Das Oberlandesgericht Frankfurt entschied, dass die Eigentümerin eines Ponys nicht haftet, wenn das Tier während des Einschläferns auf die Tierärztin fällt und diese verletzt (Az. 3 U 127/25). Darin liege nicht die Verwirklichung einer „typischen Tiergefahr“, d. h. kein eigenwilliges, unberechenbares Tierverhalten. Die Tierärztin hatte dem schwerkranken, auf einem Rasenstück

Freitag, 20.03.26

Kostenpflichtiger Käuferschutz darf auf Internet-Plattform nicht voreingestellt sein

Das Kammergericht Berlin entschied, dass der Litauische Betreiber der Plattform Vinted UAB (Vinted) den kostenpflichtigen Käuferschutz nicht automatisch voreinstellen darf (Az. 5 U 87/22). Extrazahlungen für angebotene Zusatzdienste können nur mit ausdrücklicher Zustimmung der Käufer wirksam vereinbart werden. Die Voreinstellung eines Zusatzentgelts sei unzulässig, egal ob die auf der Plattform